72 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland wünschen sich den gesetzlichen Mindestlohn als wichtiges Wahlkampfthema im Superwahljahr 2009. Dies ergab eine repräsentative Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten NGG.
Quer durch alle demokratischen Parteien findet diese Forderung eine breite Zustimmung. Selbst die Anhängerinnen und Anhänger von CDU/CSU (61 Prozent) und FDP (50 Prozent) sprechen sich positiv für dieses Wahlkampfthema aus. Am größten ist der Wunsch bei den Sozialdemokraten (87 Prozent), gefolgt von den Anhängerinnen und Anhängern der Linken (80 Prozent) und von Bündnis 90/Die Grünen (78 Prozent). Lediglich vier Prozent der Befragten haben sich neutral geäußert.
Für die weibliche Bevölkerung hat der gesetzliche Mindestlohn eine noch etwas wichtigere Bedeutung. 76 Prozent wünschen sich von den Politikerinnen und Politikern die Auseinandersetzung mit diesem Thema.
Die Vorsitzenden der beiden Gewerkschaften Frank Bsirske (ver.di) und Franz-Josef Möllenberg (NGG) sehen sich in ihrer Initiative für den gesetzlichen Mindestlohn bestätigt. Am 7. November 2008 starten die beiden Gewerkschaften eine bundesweite Kampagne mit dem Motto "Stimmen für den Mindestlohn - Mindestlohn per Gesetz!" Diese Kampagne soll den Stimmen der Bevölkerung Nachdruck verleihen und die Politikerinnen und Politiker im Wahlkampf eindringlich ermahnen, sich für einen gesetzlichen Mindestlohn einzusetzen.
Erheben Sie Ihre Stimme für den gesetzlichen Mindestlohn! Tragen Sie sich als Unterstützer ein!