Ein von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass ein Mindestlohn in Höhe von 7,50 Euro pro Stunde, der schnell auf 9,00 Euro steigt, die Einkommenslage von bis zu vier Millionen Vollzeitbeschäftigten und rund fünf Millionen geringfügig und Teilzeitbeschäftigten – zum Teil erheblich – verbessern würde. Nach Berechnungen des Gutachtens würden kurzfristig über 200.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, längerfristig sogar bis zu 600.000.
Eine wirksame Bremse gegen Lohndumping hat auch eine positive Wirkung auf die Tarifverhandlungen. „Die Tarifautonomie, die durch Tarifunterbietung, Austritten von Unternehmen aus den Arbeitgeberverbänden und Armutslöhnen ausgehöhlt wird, würde wieder gestärkt“, so der ver.di Vorsitzende Frank Bsirske. "Das Gutachten beweist, dass ein gesetzlicher Mindestlohn von zunächst 7,50 Euro ein schnell wirkendes Konjunkturprogramm wäre. Nicht nur Banken brauchen einen Schutzschirm in der Krise, sondern auch die Arbeitnehmer und vor allem die Niedriglöhner", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Franz-Josef Möllenberg.
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