ver.di und NGG: 29 Prozent mehr Senioren arbeiten im Mini-Job
Rentner im Un-Ruhestand: In Deutschland müssen immer mehr Rentnerinnen und Rentner arbeiten. Sie sind zum Jobben gezwungen, weil ihre Rente nicht reicht. Darauf haben die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) aufmerksam gemacht. Sie sprechen von einer „alarmierenden Entwicklung“ und nennen Fakten: In den vergangenen Jahren habe die Zahl der Rentner mit Mini-Jobs in Deutschland um rund 29 Prozent zugenommen. Schon 2003 verdienten 559 203 Rentner durch eine geringfügige Beschäftigung dazu. Vier Jahre später gab es bereits 722 953 Renten-Jobber – und damit gut 163 750 „Senioren-Arbeiter“ mehr. ver.di und NGG berufen sich dabei auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.
Um diese Entwicklung zu stoppen, fordern die beiden Gewerkschaften die schnelle Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von 7,50 Euro pro Stunde. Dieser müsse dann jedoch rasch auf neun Euro steigen. Nur der Mindestlohn könne künftigen Rentnern ausreichende Altersbezüge sichern.
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