Charlotte Schneidewind-Hartnagel, GRÜNE
Trotz der Gesetzgebung durch die Große Koalition bleibt Deutschland in Sachen Mindestlohn ein Flickenteppich. Mindestens drei Viertel der Beschäftigten im Niedriglohnsektor werden von den Gesetzesänderungen, die die Koalition aus CDU/CSU und SPD verabschiedet hat, überhaupt nicht erreicht. Bisher gibt es keine allgemeine Lohnuntergrenze! Ohne Schutz vor Lohndumping bleiben nicht nur die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Zeitarbeit, sondern auch die Beschäftigten in Branchen, wie z.B. der Gastronomie und der Fleischerei.
Bündnis90/Die Grünen fordert die Aufnahme aller Branchen in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz, die Einsetzung einer Mindestlohn-Kommission und die Einführung einer generellen Lohnuntergrenze, die mindestens 7.50 Euro beträgt neben branchen- und regionalspezifischen Mindestlöhnen, die über dieser Lohnuntergrenze liegen.
Charlotte Schneidewind-Hartnagel, GRÜNE