Christine Denz, GRÜNE
Es ist ein Skandal, dass Menschen trotz Arbeit arm sind! Viele Menschen müssen trotz Erwerbstätigkeit ihren Lohn mit ALG II aufstocken, um über die Runden zu kommen. In Deutschland arbeiten inzwischen mehr als 6,5 Millionen Menschen im Niedriglohnsektor. Fast zwei Millionen von ihnen verdienten 2006 weniger als fünf Euro brutto in der Stunde. Eine Friseurin in Sachsen bekommt derzeit 3 Euro pro Stunde!
Bisher gibt es keine allgemeine Lohnuntergrenze. Bündnis 90/Die Grünen wollen eine generelle Lohnuntergrenze festlegen, die mindesten 7,50 Euro beträgt. Sie soll von der einzurichtenden Mindestlohn-Kommission festgelegt und jährlich angepasst werden. Auch wollen wir branchen- und regionalspezifische Mindestlöhne einführen, die mehr als 7,50 Euro betragen.
Die Bundestagswahl entscheidet auch darüber, ob es auch in Zukunft mit Schwarz-Gelb Lohndumping auf Kosten der Beschäftigten und der Staatskasse gibt – oder ob es eine verbindliche Untergrenze für alle Löhne gibt, die von niemandem unterschritten werden darf.